Social Media ohne Website: Wie kleine EU-Unternehmen online auftreten

Ein Social-Media-Profil kann der erste Kontakt zwischen einem Unternehmen und einem Kunden sein. Wir haben Eurostats Daten für 2025 ausgewertet: Wie häufig haben kleine Unternehmen auch eine Website, und wo unterscheiden sich die Länder?

Die Studie umfasst EU-Unternehmen mit mindestens 10 tätigen Personen in den erfassten Branchen. Wir haben die Daten für 2025 am 17. Oktober 2026 ausgewertet.

Zusammenfassung

Die meisten kleinen EU-Unternehmen, die soziale Medien nutzen, haben auch eine Website. In unserer Auswertung von Eurostats Daten für 2025 gaben 9,7 % der Social Media nutzenden Unternehmen mit 10–49 tätigen Personen an, keine Website zu haben. Bei mittelgroßen Unternehmen waren es 3,6 %, bei großen 1,4 %. Bezogen auf alle berücksichtigten kleinen Unternehmen, einschließlich der Unternehmen ohne Social-Media-Nutzung, beträgt der Anteil 5,9 %. Die Bezugsgruppe ändert sich, nicht der Befund.[1][2]

Die praktische Frage ist, was nach dem ersten Kontakt mit dem Unternehmen passiert. Findet die Person die benötigten Informationen und kann sie den nächsten Schritt machen? Diese Studie beschreibt, wie Unternehmen soziale Medien und Websites kombinieren. Sie misst weder Umsatz noch die Qualität der Kanäle und beantwortet nicht, ob ein bestimmtes Unternehmen eine Website braucht. Die Vergleiche gelten für die erfassten EU-Branchen. Unternehmen mit weniger als zehn tätigen Personen sind ausgeschlossen.

Ein Kunde sieht einen Beitrag darüber, wie ein Möbelstück entsteht. Die Arbeit gefällt ihm. Dann kommen die üblichen Fragen: Liefert die Werkstatt in seine Nähe? Kann sie auch andere Maße anfertigen? Wie bekommt er ein Angebot? Der Beitrag hat eine Aufgabe erfüllt. Das Unternehmen braucht noch einen Weg, die anschließenden Fragen zu beantworten.

Bei einem kleinen Team können diese Antworten auf einer Website, in einem Social-Media-Profil, bei einem Buchungsdienst oder in einem Gespräch zu finden sein. Sie aktuell zu halten kostet Zeit. Da liegt die Frage nahe, ob eine Website noch nötig ist, wenn Kunden das Unternehmen bereits über soziale Medien finden.

Die Zahl der Websites allein entscheidet diese Frage nicht. Wir können aber feststellen, was andere Unternehmen nach eigenen Angaben tun. Eurostat misst sowohl die Nutzung sozialer Medien als auch die gleichzeitige Präsenz auf Social Media und einer Website. Diese gemessene Überschneidung erlaubt den Blick auf eine bestimmte Gruppe: Unternehmen, die soziale Medien nutzen, aber keine Website angeben.[1]

Die zwei Gruppen unter den Unternehmen auf Social Media

Ein illustriertes Unternehmen hat ein Social-Media-Profil neben einer Website. Ein anderes hat ein Social-Media-Profil ohne Website daneben.

Website und Social Media

Social Media ohne Website

Die Studie trennt Unternehmen, die sowohl eine Website als auch Social-Media-Nutzung angeben, von Unternehmen mit Social Media ohne Website. Andere Wege, ein Unternehmen zu finden, zu kontaktieren oder bei ihm zu kaufen, sind nicht Teil dieses Vergleichs.

Die meisten kleinen Unternehmen auf Social Media haben auch eine Website

2025 gaben 60,59 % der berücksichtigten kleinen EU-Unternehmen an, soziale Medien zu nutzen. 54,69 % gaben sowohl Social Media als auch eine Website an. Zieht man den zweiten Wert vom ersten ab, bleiben 5,90 % aller berücksichtigten kleinen Unternehmen, die soziale Medien ohne Website nutzen. Teilt man dieses Ergebnis durch den Anteil der Social Media nutzenden Unternehmen, ergibt sich unser zentraler Wert: 9,7 %.[1][2]

Anders gesagt: Von 100 kleinen Unternehmen, die soziale Medien nutzten, hatten ungefähr 90 auch eine Website und 10 keine. Das bedeutet nicht, dass nur jedes zehnte kleine Unternehmen keine Website hatte. Unternehmen ohne Social-Media-Nutzung gehören nicht zu dieser Vergleichsgruppe. Auch unter ihnen können Unternehmen ohne Website sein.

Bei größeren Unternehmen sinkt der Anteil ohne Website: Er beträgt 3,6 % unter den Social Media nutzenden Unternehmen mit 50–249 tätigen Personen und 1,4 % unter denen mit mindestens 250. Der Unterschied ist in dieser Momentaufnahme erkennbar. Die Berechnung zeigt jedoch nicht, ob das Budget, die Bedürfnisse der Kunden oder die Branchenzusammensetzung ihn erklären.

Einem kleinen Team gibt der Befund Orientierung, aber keine feste Regel. Unter den hier erfassten Unternehmen ist die Kombination aus Website und sozialen Medien üblich. Ob es sich für ein bestimmtes Unternehmen lohnt, Zeit in beides zu investieren, hängt davon ab, welche Aufgabe die einzelnen Kanäle für seine Kunden erfüllen.

Unternehmen mit Social Media ohne Website, nach Unternehmensgröße

EU, 2025. Jeder Balken zeigt den Anteil der Social Media nutzenden Unternehmen dieser Größenklasse, die keine Website angeben. Die Tabelle zeigt auch den Anteil an allen berücksichtigten Unternehmen, also eine andere Bezugsgruppe.

Anteil ohne Website unter den Unternehmen auf Social Media (%)

Ausgangswerte und berechnete Anteile

Quelle: Berechnungen von Influence IQ mit Eurostat isoc_cismt, 2025. Erfasste EU-Branchen; Unternehmen mit mindestens 10 tätigen Personen. Beschreibende Schätzwerte aus einer Befragung.
Tätige PersonenNutzen Social Media (% aller Unternehmen)Website und Social Media (% aller Unternehmen)Social Media ohne Website (% aller Unternehmen)Ohne Website (% der Unternehmen auf Social Media)
Klein: 10–4960,6 %54,7 %5,9 %9,7 %
Mittelgroß: 50–24976,2 %73,4 %2,8 %3,6 %
Groß: 250+89,1 %87,8 %1,3 %1,4 %

Hinter dem EU-Durchschnitt liegen sehr unterschiedliche Länderwerte

Unter den kleinen Unternehmen, die soziale Medien nutzten, hatten in Finnland etwa 0,9 % keine Website, in den Niederlanden 1,8 % und in Deutschland 2,7 %. In Frankreich waren es 15,6 %, in Bulgarien 25,0 %, in Portugal 25,3 % und in Griechenland 28,8 %. Jeder Wert bezieht sich auf dieselbe Art von Gruppe: kleine Unternehmen im jeweiligen Land, die Social-Media-Nutzung angaben.[1][2]

Der Unterschied nach Unternehmensgröße zeigt sich ebenfalls in den meisten Ländern. Unter den Unternehmen, die soziale Medien nutzten, war der Anteil ohne Website bei kleinen Unternehmen in 25 der 27 EU-Länder höher als bei großen. Die Ausnahmen waren Tschechien und die Slowakei. Das ist ein Vergleich veröffentlichter Schätzwerte, kein Test auf statistische Signifikanz. Die vollständigen Ergebnisse enthalten diese Ausnahmen und stellen das EU-Muster nicht als allgemeingültige Regel dar.

Diese Unterschiede beeinflussen, wie hilfreich ein einziger europäischer Vergleichswert sein kann. Ein Team in den Niederlanden würde bei ähnlich großen Unternehmen eine andere Situation vorfinden als ein Team in Portugal. Eine Agentur, die beide Märkte betreut, sollte nicht voraussetzen, dass ihre Kunden mit derselben Kombination aus Website und Social Media beginnen.

Die Tabelle beschreibt eine Situation. Sie bewertet nicht die Qualität von Unternehmen. Ein niedrigerer Wert belegt kein besseres Marketing; ein höherer belegt keinen größeren Erfolg auf Social Media. Die Zusammensetzung der Unternehmen unterscheidet sich zwischen Ländern. Auch die Durchführung nationaler Erhebungen kann die Vergleichbarkeit beeinflussen. Wir haben die Ergebnisse nicht so angepasst, dass jedes Land dieselbe Branchenzusammensetzung aufweist.[4]

Bevor eine Agentur einen neuen Inhaltsplan vorschlägt, kann sie fragen, wo der Kunde sein Angebot derzeit erklärt und Anfragen bearbeitet. Die Länderdaten geben diesem Gespräch einen Rahmen. Sie ersetzen nicht den Blick auf das einzelne Unternehmen.

Kleine Unternehmen mit Social Media ohne Website in der EU

Unternehmen mit 10–49 tätigen Personen, 2025. Die Schätzwerte sind nicht um Unterschiede der Branchenzusammensetzung bereinigt und bewerten nicht den Marketingerfolg.

Anteil ohne Website unter den Unternehmen auf Social Media (%)

Ländervergleich nach Unternehmensgröße

Anteil der Social Media nutzenden Unternehmen ohne Website in jeder Größenklasse, 2025. Ein nicht verfügbarer Schätzwert ist nicht null.

Quelle: Berechnungen von Influence IQ mit Eurostat isoc_cismt, 2025. Erfasste EU-Branchen; Unternehmen mit mindestens 10 tätigen Personen. Beschreibende Schätzwerte aus einer Befragung.
LandKlein: 10–49Mittelgroß: 50–249Groß: 250+
Griechenland28,8 %16,8 %1,6 %
Portugal25,3 %Nicht verfügbar2,2 %
Bulgarien25 %10,1 %5,7 %
Rumänien24,5 %16,1 %10,5 %
Zypern24,3 %5,7 %1,9 %
Frankreich15,6 %4,6 %0,5 %
Polen15,1 %5,4 %1,9 %
Lettland14,8 %4,5 %1 %
Malta14,4 %7,3 %4,2 %
Irland13,2 %4,7 %0,6 %
Ungarn12,2 %5,7 %5,1 %
Litauen12,1 %3,4 %0,5 %
Estland10,6 %3,8 %2,3 %
Kroatien10,2 %4,7 %2,1 %
Italien10,1 %3 %2,4 %
Slowakei9,2 %4,5 %9,7 %
Luxemburg7,8 %2 %1,6 %
Belgien6,8 %2,5 %0,9 %
Spanien6 %1,9 %0,6 %
Schweden5,7 %2,5 %0,6 %
Slowenien5,4 %1,8 %0 %
Tschechien3,4 %1,9 %3,6 %
Dänemark2,9 %1,8 %0,4 %
Österreich2,9 %0,9 %0,1 %
Deutschland2,7 %0,6 %0,1 %
Niederlande1,8 %1,9 %0,7 %
Finnland0,9 %0,3 %0 %

Keine Website bedeutet nicht, nur auf Social Media präsent zu sein

Nach Eurostats Definition kann auch die Präsenz eines Unternehmens auf der Website seiner Muttergesellschaft, Unternehmensgruppe oder seines Franchisegebers zählen, wenn es seine Inhalte dort selbst kontrolliert. Eine eigene Shop-Website, die mit einer E-Commerce-Plattform erstellt wurde, kann ebenfalls zählen. Ein Social-Media-Profil oder ein bloßer Verzeichnis- oder Marktplatzeintrag reicht nicht aus. Ein Unternehmen ohne Website kann also trotzdem andere Wege haben, über die Kunden es finden, buchen oder kaufen. Die Bezeichnung „Unternehmen, die nur auf Social Media präsent sind“ ginge über die Aussage der Daten hinaus.[3]

Auch die angegebene Social-Media-Nutzung misst nicht, ob regelmäßig Beiträge veröffentlicht werden. Die Definition der Erhebung kann ein Profil einschließen, das nicht mehr aktiv genutzt wird. Ebenso kann eine Website existieren, ohne die aktuellen Fragen eines Kunden zu beantworten. Keine der beiden Ja-Nein-Angaben zeigt, wie gut ein Unternehmen seine Informationen pflegt.[3]

Der nächste praktische Schritt ist deshalb konkreter als „mehr posten“ oder „eine Website erstellen“. Prüfe, welche Informationen ein Kunde tatsächlich braucht. Weckt ein Beitrag Interesse, lässt aber den nächsten Schritt offen, schließe diese Lücke dort, wo der Kunde wahrscheinlich sucht. Beantworten beide Kanäle die Fragen bereits gut, kann ein zusätzlicher Ort mehr Pflegeaufwand verursachen, ohne ein bekanntes Problem zu lösen.

Beginne mit der Frage, auf die dein Kunde eine Antwort braucht

Social-Media-Inhalte und eine Website können einem kleinen Team verschiedene Orte bieten, um dasselbe Unternehmen zu erklären. Ein Beitrag kann ein abgeschlossenes Projekt vorstellen oder eine aktuelle Frage beantworten. Auf einer Website kann ausführlicher stehen, welche Leistungen angeboten werden, wohin geliefert wird oder wie man ein Angebot anfragt. Das sind mögliche Aufgaben, keine in dieser Studie gemessenen Leistungsvorteile.

Sammle zuerst die Fragen, die vor einem Kauf oder einer Anfrage immer wieder auftauchen. Folge dann dem Weg von einem aktuellen Beitrag bis zu einer Antwort. Prüfe, ob die Angaben aktuell sind, ob Leser alte Beiträge durchsuchen müssen und ob Kontaktaufnahme oder Buchung klar erklärt werden. Schon eine einfache Prüfung kann eine konkrete Verbesserung zeigen, ohne dass das Team häufiger veröffentlichen muss.

Werden Website und Social-Media-Konten gemeinsam genutzt, lege fest, wo veränderliche Angaben stehen, etwa zur Verfügbarkeit oder zum Einzugsgebiet. Beiträge können diese Angaben erklären und auf sie verweisen. Bestimme jemanden, der die Quelle aktualisiert und bei Änderungen auch die Verweise prüft. So hat das Team einen praktischen Weg, widersprüchliche Antworten zu vermeiden.

Ein Team ohne Website kann sich dieselben Fragen stellen. Es sollte prüfen, was ein potenzieller Kunde vor einer Nachricht herausfinden kann, welche Antworten immer wieder nötig sind und wo Anfragen bearbeitet werden. Die Erhebung schreibt kein bestimmtes Werkzeug und keine Plattform vor. Die Auswahl sollte sich danach richten, was der Kunde erledigen möchte und welche Informationen das Team aktuell halten kann.

Eine Werkstatt, zwei Orte für Antworten

Stell dir eine fiktive Möbelwerkstatt mit 18 Personen vor. Sie zeigt fertige Tische auf Instagram und hat eine einfache Website. Kunden fragen wiederholt, ob ein Tisch für einen schwierig geschnittenen Raum angepasst werden kann. Das Team hat wenig Zeit für Inhalte, und auf der Website steht nicht, wie man ein individuelles Maß anfragt.

Die Werkstatt gibt ihrem nächsten Beitrag eine klare Aufgabe: zeigen, wie die passende Größe gewählt wird. Der Text könnte so beginnen: „Ein Tisch sollte zum Raum passen und zu den Menschen, die daran sitzen. Beginne mit dem Platz, den du brauchst, um daran vorbeizugehen. Überlege dann, wie viele Sitzplätze du im Alltag nutzt.“ Die Fotos zeigen das Ausmessen und ein fertiges Beispiel.

Auf der Website ergänzt die Werkstatt eine kurze Erklärung, welche Angaben sie für ein Angebot braucht: Raummaße, gewünschte Zahl der Sitzplätze, bevorzugte Oberfläche und Lieferort. Der Beitrag verweist interessierte Leser auf diese Erklärung. Die Website muss nicht jeden Social-Media-Beitrag wiederholen. Sie soll den Einstieg ins nächste Gespräch erleichtern.

Hätte dieselbe Werkstatt keine Website, wäre die erste Aufgabe trotzdem, diese Anforderungen in ihren bestehenden Kanälen leicht auffindbar und aktuell zu halten. Eine Website könnte eine Möglichkeit sein, wenn eine ausführlichere Anlaufstelle helfen würde. Die EU-Prozentwerte allein sind kein Grund, eine in Auftrag zu geben.

Nach der Veröffentlichung prüft das Team, welche Fragen eingehen und welche Angaben die Anfragen enthalten. Es kann auch relevante Messgrößen nutzen, die es bereits erfasst. Das Beispiel setzt keinen Umsatzanstieg voraus, verlangt kein neues Tracking und sagt kein Ergebnis vorher. Entscheidend ist, ob die neue Erklärung das konkrete Problem löst, das das Team festgestellt hat.

Folge dem Kunden vom Interesse bis zur Antwort

Eine Abfolge zeigt einen Kunden, der Unternehmensinformationen sucht, ein Team, das hilfreiche Inhalte vorbereitet, und eine Person, die den nächsten Schritt prüft.

Finde die fehlende Antwort

Sammle Fragen, die Kunden immer wieder stellen. Folge einem aktuellen Beitrag und prüfe, ob ein neuer Besucher die Antwort finden kann.

Gib dem Inhalt eine klare Aufgabe

Wähle eine Frage, die der Beitrag beantworten soll. Halte ausführlichere oder häufig veränderte Angaben an einem Ort bereit, den das Team pflegen kann.

Prüfe den nächsten Schritt

Prüfe den Weg zur Anfrage oder Buchung. Nutze Kundenfragen und bestehende Messgrößen, um über Verbesserungen zu entscheiden.

Nutze eine echte Kundenfrage, um zu entscheiden, was erklärt werden muss, wo die Antwort stehen soll und wie der Leser danach handeln kann.

Wie wir den Vergleich berechnet haben

Wir haben Eurostats Tabelle zur Social-Media-Nutzung für 2025, isoc_cismt, ausgewertet und am 17. Oktober 2026 abgerufen. Die Analyse nutzt die 27 EU-Länder und das von Eurostat veröffentlichte EU-Aggregat. Kleine Unternehmen haben 10–49 tätige Personen, mittelgroße 50–249 und große mindestens 250. Tätige Personen umfassen sowohl Beschäftigte als auch Selbstständige. Zu den erfassten Branchen gehören das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe, der Handel und mehrere Dienstleistungsbereiche. Unternehmen mit weniger als zehn Personen und Branchen außerhalb des Erhebungsumfangs sind ausgeschlossen.[1][4]

Für jedes Land und jede Größenklasse haben wir zwei Prozentwerte aus demselben Jahr, derselben Grundgesamtheit und derselben Einheit zusammengeführt: E_SM1_ANY für die Nutzung beliebiger sozialer Medien und E_WEB_SM1_ANY für Website und Social-Media-Nutzung zugleich. Beide beziehen sich auf alle berücksichtigten Unternehmen der jeweiligen Gruppe. Ihre Differenz ist der Anteil dieser Unternehmen, die soziale Medien ohne Website nutzen. Anschließend teilen wir die Differenz durch E_SM1_ANY und multiplizieren mit 100. So erhalten wir den Anteil unter den Social Media nutzenden Unternehmen.[2]

Die Berechnung verwendet eine veröffentlichte gemeinsame Messgröße für Website-Präsenz und Social-Media-Nutzung. Sie zieht nicht alle Website-Inhaber von allen Social-Media-Nutzern ab, setzt keine Unabhängigkeit der beiden Nutzungsformen voraus und addiert keine einzelnen nationalen Prozentwerte. Die EU-Zahlen stammen aus Eurostats EU-Aggregat, nicht aus einem einfachen Durchschnitt der Länderwerte. Unsere Tabellen halten die beiden Bezugsgruppen getrennt.

Beide erforderlichen Messgrößen liegen 2025 für kleine und große Unternehmen in allen 27 EU-Ländern vor. Portugals gemeinsamer Wert für Website und Social Media bei mittelgroßen Unternehmen ist nicht verfügbar und mit geringer Zuverlässigkeit gekennzeichnet. Deshalb bleibt das daraus zu berechnende Ergebnis in den herunterladbaren Daten leer. Das EU-Aggregat für mittelgroße Unternehmen ist veröffentlicht und bleibt im Größenvergleich enthalten. Fehlende Werte werden nicht als null behandelt.

Der Hauptvergleich ist eine Momentaufnahme von 2025. Er verfolgt nicht dieselben Unternehmen über die Zeit und zeigt nicht, dass ein Unternehmen seine Website durch soziale Medien ersetzt hat. Das Forschungspaket enthält die Beobachtungen von 2023 als Kontext, einschließlich der Hinweise auf Zeitreihenbrüche für Frankreich und Schweden. Diese Kennzeichnungen beziehen sich auf einen Bruch gegenüber früheren Beobachtungen. Sie belegen für sich genommen keinen Bruch zwischen 2023 und 2025. Die Standardtabellen bieten für diese Berechnung auch keine gemeinsame Aufschlüsselung nach Land, Größe und Branche. Die Ländervergleiche sind daher nicht um die Branchenzusammensetzung bereinigt.

Die Quelle ist eine Unternehmensbefragung, keine Vollerhebung aller Websites. Eurostat veröffentlicht aggregierte Schätzwerte statt der einzelnen Antworten und Kovarianzen, die für Konfidenzintervalle dieses berechneten Verhältnisses unter Berücksichtigung des Stichprobendesigns nötig wären. Deshalb zeigen wir beschreibende Schätzwerte ohne Konfidenzintervalle und bezeichnen kleine Länderunterschiede nicht als statistisch signifikant. Die Rundung der Ausgangswerte, Stichprobenziehung, fehlende Antworten, Definitionen und nationale Erhebungsverfahren können die Interpretation beeinflussen.[4]

Wir haben außerdem geprüft, wie sich die Rundung der veröffentlichten Prozentwerte auf den Vergleich auswirken könnte. Wenn jeder Eingangswert in beide Richtungen um 0,005 Prozentpunkte verändert werden darf, bleibt die Richtung aller 27 Ländervergleiche zwischen kleinen und großen Unternehmen gleich. Damit wird nur die Empfindlichkeit gegenüber der veröffentlichten Genauigkeit von zwei Nachkommastellen geprüft. Das ist kein Konfidenzintervall und beseitigt nicht die Unsicherheit der Befragung.

Frühere Arbeiten, darunter der Bericht Digital Marketing in Europe von The Knowledge Engineers, haben bereits die übergreifenden Zahlen zu Websites und sozialen Medien untersucht. Diese Analyse konzentriert sich auf Unterschiede nach Land und Unternehmensgröße innerhalb der Unternehmen, die soziale Medien nutzen. Sie ist eine eigene Berechnung auf Grundlage öffentlicher Daten. Sie behauptet nicht, dass noch niemand Unternehmen ohne Website untersucht hat.[5]

Die herunterladbaren Tabellen enthalten die Ausgangswerte neben unseren berechneten Ergebnissen. Das Forschungspaket enthält den abgerufenen Datenstand, Formeln und Prüfungen, damit sich die Ergebnisse nachvollziehen lassen. Die angezeigten Werte sind zur besseren Lesbarkeit gerundet. Berechnet wird mit den veröffentlichten Werten vor dieser Anzeigerundung. Influence ist für die Analyse und Interpretation verantwortlich. Eurostat trägt keine Verantwortung für diese Änderungen oder Schlussfolgerungen.[6]

Berechnete Ergebnisse herunterladen (CSV)Analysepaket herunterladen (ZIP; Anleitung auf Englisch)

Die CSV-Datei enthält die veröffentlichten Prozentwerte, berechneten Anteile und Qualitätskennzeichnungen der Quelle. Zahlenfelder verwenden einen Dezimalpunkt, damit sie sich für weitere Analysen nutzen lassen.

Quellen und Anmerkungen

  1. Eurostat, Nutzung sozialer Medien nach Art, Internetwerbung und Unternehmensgrößenklasse (isoc_cismt), abgerufen am 17. Oktober 2026. Der Vergleich für 2025 nutzt den Prozentsatz der Unternehmen (PC_ENT), das Aggregat der erfassten Branchen C10-S951_X_K und das EU-Aggregat oder einzelne EU-Länder. Die Ausgangswerte sind veröffentlichte Schätzwerte aus einer Befragung.
  2. Berechnung von Influence IQ: Unternehmen mit Social Media ohne Website als Prozentsatz aller berücksichtigten Unternehmen = E_SM1_ANY − E_WEB_SM1_ANY. Als Prozentsatz der Social Media nutzenden Unternehmen = 100 × (E_SM1_ANY − E_WEB_SM1_ANY) / E_SM1_ANY. Für kleine EU-Unternehmen: 60,59 − 54,69 = 5,90 Prozentpunkte; 100 × 5,90 / 60,59 = 9,74 %. Der zentrale angezeigte Wert wird auf 9,7 % gerundet.
  3. Eurostats Handbuch zur Erstellung der Statistik für 2025 definiert auf den Seiten 28–29 und 31–32 Website-Präsenz und Social-Media-Nutzung. Die Präsenz eines Unternehmens auf der Website seiner Muttergesellschaft, Gruppe oder seines Franchisegebers kann zählen, wenn es seine Inhalte dort selbst kontrolliert. Eine eigene Shop-Website auf einer E-Commerce-Plattform zählt ebenfalls. Ein Social-Media-Profil oder bloßer Verzeichnis- oder Marktplatzeintrag genügt nicht. Inaktive geschäftliche Social-Media-Profile können als Nutzung zählen. Keine der Messgrößen belegt regelmäßige Veröffentlichungen oder eine ausschließliche Abhängigkeit von Social Media.
  4. Eurostat, IKT-Nutzung in Unternehmen: Referenzmetadaten. Grundgesamtheit, nationale Methoden, Gewichtung und Hinweise zur Vergleichbarkeit bestimmen den Geltungsbereich der Ergebnisse. Die Analyse verwendet veröffentlichte aggregierte Schätzwerte. Die gemeinsame Stichprobeninformation für Konfidenzintervalle des berechneten Verhältnisses liegt nicht vor. Länderunterschiede sind beschreibend und nicht um die Branchenzusammensetzung bereinigt.
  5. Der Bericht Digital Marketing in Europe von The Knowledge Engineers bietet eine frühere Analyse der europäischen Gesamtwerte zu Websites und Social Media. Diese Studie ergänzt einen gezielten Vergleich des berechneten Anteils ohne Website unter den Social Media nutzenden Unternehmen nach Land und Unternehmensgröße.
  6. Quelle: Eurostat, abgerufen am 17. Oktober 2026. Influence hat Anteile berechnet und die Darstellung angepasst. Eurostat trägt keine Verantwortung für diese Änderungen, Analysen oder Interpretationen. Die Wiederverwendung der Originaldaten folgt Eurostats Hinweisen zu Urheberrecht und Weiterverwendung.

Influence hat diesen Artikel aus dem englischen Original übersetzt. Für die Übersetzung und die Anpassungen ist Influence verantwortlich, nicht Eurostat.

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