Vorlagen

Social-Media-Styleguide: Vorlage für die Markenstimme

Veröffentlicht von Influence

Zuletzt geprüft

Ein Social-Media-Styleguide erklärt, wie dein Unternehmen einheitlich schreibt und Informationen präsentiert. Er enthält Zielgruppe, Markenstimme, situationsabhängigen Ton, bevorzugte Wörter, faktische Grenzen, Barrierefreiheit und eine verantwortliche Person. Zeige anwendbare Beispiele. Eine Adjektivliste wie „freundlich, mutig, authentisch“ reicht nicht, solange unklar bleibt, wie diese Eigenschaften einen Satz verändern.

Vorlage herunterladen
Sprechblasen, Textbeispiele und ein Leitfaden stehen für eine einheitliche Markenstimme.

Unterscheide Markenstimme, Ton und Gestaltung

Die Markenstimme ist die erkennbare Art, in der das Unternehmen kommuniziert. Der Ton passt sie an die Situation an: Eine Einladung darf lebhaft klingen, eine Absage braucht eine klare Erklärung und einen nächsten Schritt. Gestaltungsregeln betreffen unter anderem lesbare Texte, einheitliche Produktnamen und die Bildbearbeitung. Halte diese Entscheidungen zusammen, wenn dieselbe Person Text und Bild vorbereitet.

Mailchimps veröffentlichter Leitfaden zu Stimme und Ton zeigt die Unterscheidung zwischen gleichbleibender Markenstimme und situationsabhängigem Ton. Nutze ihn als Erklärung dieses Prinzips, nicht als Persönlichkeit zum Kopieren. Deine Beispiele sollten aus den Fakten deines Unternehmens und den Bedürfnissen deiner Zielgruppe entstehen.

Styleguide-Vorlage zum Kopieren

Zielgruppe: [wer liest und was diese Menschen brauchen]

Markenstimme: [drei hilfreiche Eigenschaften mit je einer Schreibanweisung]

Ton je Situation: [normales Update, Einladung, Korrektur, Beschwerde]

Bevorzugte Sprache: [Produktnamen, Begriffe und Grad der Förmlichkeit]

Vermeiden: [unbelegte Versprechen, Fachjargon, vage Dringlichkeit, private Angaben]

Zu prüfende Fakten: [Preise, Daten, Verfügbarkeit, Namen und Erlaubnisse]

Formatierung: [Satzlänge, Absätze, Hashtags und Emoji-Konventionen]

Barrierefreiheit: [klare Sprache, hilfreiche Alternativtexte, lesbare Bildtexte, beschreibende Links]

Vorbild: [freigegebener Satz und warum er funktioniert]

Überarbeiten: [Satz und bessere Alternative]

Verantwortung und Prüfdatum: [wer Fragen klärt und den Leitfaden aktualisiert]

Mache aus Adjektiven konkrete Regeln

  1. Beschreibe die Situation der Zielgruppe. Wer Workshops vergleicht, braucht verständliche Voraussetzungen und organisatorische Angaben statt Insiderbegriffe. Notiere, welches Vorwissen nicht vorausgesetzt werden kann.
  2. Wähle wenige Eigenschaften und zeige ihre Wirkung. „Hilfreich“ kann heißen, zuerst die zentrale Frage zu beantworten. „Herzlich“ kann eine direkte Einladung ohne übermäßige Ausrufezeichen bedeuten.
  3. Setze relevante Grenzen. Lege fest, wann Preise zu prüfen sind, welche Aussagen Belege brauchen und wer Terminänderungen bestätigt. Einheitlicher Markenstil darf nie wichtiger sein als korrekte Fakten.
  4. Schreibe Gegenbeispiele mit denselben Fakten. Der Unterschied soll tatsächlich in der Formulierung liegen, nicht in einem besseren Angebot.
  5. Erprobe die Regeln an echten Entwürfen. Verstehen zwei Schreibende eine Regel unterschiedlich, verbessere das Beispiel. Ergänze Regeln nur, wenn sie wiederkehrende Entscheidungen klären.

Ausgefülltes Beispiel: die Stimme von Maple & Clay

Maple & Clay ist ein erfundenes Keramikstudio in Portland, Oregon. Das Beispiel beschreibt einen erfundenen Einsteigerworkshop am 14. November 2026 von 10 bis 12 Uhr, America/Los_Angeles. Er kostet 45 USD, hat acht Plätze und enthält Ton sowie Brennen. Diese Angaben dienen dem Lernen und sind kein aktuelles Angebot.

Fiktives Beispiel

Markenstimme — klar: Tätigkeit, Datum und praktische Angaben vor schmückende Sprache stellen.

Markenstimme — einladend: erklären, was Einsteiger tun werden, ohne allen dasselbe Ergebnis zu versprechen.

Markenstimme — konkret: Material oder Prozess beschreiben, statt alles „fantastisch“ zu nennen.

Überarbeiten: „Entfessle deine Kreativität beim ultimativen Töpfererlebnis. Schnell sein!“

Besser: „Probiere am 14. November von 10 bis 12 Uhr einen Töpferworkshop für Einsteiger aus. Die 45 USD enthalten Ton und Brennen. Verfügbare Plätze findest du auf der Buchungsseite.“

Ton bei Absagen: erklären, was sich geändert hat, den betroffenen Termin nennen und den bestätigten nächsten Schritt angeben. Keine Witze oder unbelegten Erstattungsversprechen.

Die überarbeitete Einladung behauptet nicht „Nur noch acht Plätze“. Acht bezeichnet die Gesamtkapazität, nicht die aktuelle Verfügbarkeit. Ein Styleguide hilft, solche Unterschiede auch beim Kürzen oder Anpassen an andere Plattformen zu erhalten.

Barrierefreiheit und Übersetzung praktisch umsetzen

Verwende aussagekräftige Linktexte, die das Ziel erklären. Die W3C-Hinweise zum Linkzweck begründen, warum das wichtig ist. Stelle wichtige Anweisungen als lesbaren Text bereit, beschreibe informative Bilder passend und vermittle Bedeutung nicht allein durch Farbe oder Schmuckzeichen.

Bewahre in anderen Sprachen Angebot, Namen, Grenzen und nächsten Schritt, lasse aber natürliche Formulierungen und Satzfolgen zu. Übersetze Redewendungen nicht wörtlich und setze nicht überall denselben Förmlichkeitsgrad voraus. Offizielle Markennamen bleiben unverändert. Prüfe die vollständige Botschaft statt einzelner Beschriftungen.

Den Leitfaden beim Entwerfen verwenden

Speichere die relevanten Fakten und Markenrichtlinien, bevor du Influence IQ um Unterstützung bittest. Prüfe Formulierungen und Credit-Verbrauch; ein Styleguide macht einen KI-Entwurf nicht automatisch korrekt. Nutze die Beitragsvorlagen für den Aufbau und prüfe den fertigen Inhalt über den Veröffentlichungsablauf.

Ist ein Styleguide dasselbe wie ein Markenhandbuch?

Nein. Ein Markenhandbuch kann Positionierung, Identität und Gestaltung viel ausführlicher behandeln. Dieses Arbeitsblatt konzentriert sich auf Entscheidungen beim Vorbereiten von Social-Media-Beiträgen. Verlinke bestehende Markenregeln, statt das ganze Handbuch zu kopieren.

Sollten wir alle Hashtags oder Emojis verbieten?

Nur wenn das eine begründete Markenentscheidung ist. Definiere, wo sie helfen und wo sie ablenken, und zeige ein Beispiel. Vermeide starre Regeln, die nützliche Bedeutung entfernen oder Korrekturen unklarer machen.